Auch bekannt als: Natriumfluorid, Zinnfluorid
Fluorid ist ein Spurenelement, das für seine Rolle bei der Zahngesundheit und Kariesprävention durch Schmelzremineralisierung gut belegt ist. Seine Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel ist begrenzt und umstritten, wobei die meisten Vorteile aus der topischen Anwendung in Zahnpasta und Wasserfluoridierung stammen.
Fluorid ist die ionische Form von Fluor, dem 13.-häufigsten Element in der Erdkruste. Sein primärer gesundheitlicher Nutzen ist die Prävention von Zahnkaries durch Einbau in den Zahnschmelz als Fluorapatit, das säureresistenter als Hydroxylapatit ist. Die Wasserfluoridierung mit 0,7 mg/L ist eine der erfolgreichsten Public-Health-Maßnahmen und reduziert Karies bei Kindern und Erwachsenen um 25 %. Pharmakologische Dosen von Natriumfluorid (40–80 mg/Tag) wurden historisch zur Osteoporosebehandlung untersucht, die Ergebnisse waren jedoch enttäuschend, da trotz höherer Dichte die Knochenbrüchigkeit zunahm. Als Nahrungsergänzungsmittel ist die Rolle von Fluorid eng begrenzt und beschränkt sich hauptsächlich auf die pädiatrische Zahnsupplementierung in nicht-fluoridierten Gebieten. Eine übermäßige Zufuhr verursacht Dentalfluorose (kosmetische Schmelzveränderungen) und bei sehr hoher chronischer Dosis Skelettfluorose.
Fluorid wird als Fluorapatit in den Zahnschmelz eingebaut und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen die Säure-Demineralisierung durch Mundbakterien. Die Trinkwasserfluoridierung reduziert Karies um etwa 25 %.
Fluorid beschleunigt die Remineralisierung früher kariöser Läsionen, indem es Calcium- und Phosphationen zu geschädigten Schmelzoberflächen anzieht.
Einmal täglich, vorzugsweise abends nach dem Zähneputzen
Nur empfohlen, wenn der Fluoridgehalt im Wasser unter 0,3 mg/L liegt. In den meisten Ländern rezeptpflichtig.
Pädiatrische Kariesprävention in nicht-fluoridierten Gebieten
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